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 Die neueste Andacht:
Vom offenen Himmel singen
Erschienen am 21. Januar 2012
in den Tageszeitungen im Bereich des Altkreises Lübbecke.

Der aktuelle Beitrag sowie die vorangegangenen können
im Archiv als pdf-Dokumente abgerufen werden
- zum (Nach-)Lesen, Weiterdenken, Ausdrucken und Weiterreichen ...
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„Land, in dem die Seele wohnt, dein Platz, dein Zuhause, dein trautes Heim. Land, das sich zu suchen lohnt, das will deine Heimat sein“, so lautet der Kehrvers des Liedes „Heimat“, das der Feder von Andi Weiss entstammt. Mit dem dazugehörigen Programm, das den gleichen Titel trägt, wird der Songwriter und Geschichtenerzähler am 7. Februar in der Evangelischen Kirche zu Nettelstedt zu Gast sein (Beginn: 19:30 Uhr).
Ähnlich der Literatur, der Malerei und Bildhauerei, ähnlich allen Künsten vermag es auch die Musik, unsere Seele mit einer Sprache zu begaben, die auf geradezu wunderbare Weise unseren Sorgen und Ängsten, aber auch unseren Träumen und unserer Sehnsucht Ausdruck verleiht. Einer Sprache, die zudem ermöglicht, in erhellenden Bildern nicht nur von Gott zu erzählen, sondern die auch zum Medium werden kann, um das Gespräch mit dem Erfinder von Himmel und Erde zu suchen. „Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder“, dazu ermutigt schon in ältester Zeit der Psalmbeter (Psalm 98,1).
Wunder, die nicht zuletzt darin bestehen, dass Menschen getröstet, geheilt und zu neuem Leben aufgerichtet werden. Erfahrungen von Befreiung! Erfahrungen, von denen auch Paulus und Silas ein Lied singen können! Als der Apostel und sein Freund unter fadenscheinigem Vorwand ins Gefängnis geworfen werden, verlieren sie zwar vordergründig ihre Freiheit, aber keineswegs ihr Gottvertrauen! Hinter mächtigen Mauern weggeschlossen, stimmen sie des Nachts Loblieder an. Woraufhin verkrustete Machtstrukturen, die auf Unterdrückung angelegt sind, im wahrsten Sinne des Wortes erschüttert werden. Denn die Erde, so weiß die Apostelgeschichte zu erzählen (16,23-34), beginnt zu beben, die verriegelten Gefängnistüren springen auf, und den Gefangenen fallen die Fesseln ab. Und der eben noch hinter Paulus und Silas den Schlüssel herumgedreht hat, wird nun zum neuen Freund!
„Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten“ – ein herrlicher Gedanke von Gustav Mahler! Denn hinter Notensymbol, Taktstrich und Pausenzeichen klingt in der Musik eine wunderbar befreiende Botschaft für deine und meine Seele auf. Menschen, die von ihrem Gottvertrauen singen, eröffnen oft genug sich selbst und vor allem auch anderen neue Perspektiven glückenden Hierseins, ermutigen zu einer Wahrnehmung der Welt, welche den Himmel nicht länger verschlossen sieht! Menschen wie Andi Weiss, der uns in Wort und Ton neuen Lebensmut in die Seele träufelt: „Dass dir der Himmel offen steht, wenn deine Welt grad untergeht, und deine Augen immer wieder Gutes sehn. Und dass dich jemand liebt, wenn für dich sonst nichts übrig blieb (...) das wünsch ich dir.“
Und das wünsche auch ich uns allen! Und dass wir gut behütet bleiben! Auf ein Wiedersehen – vielleicht ja am 7. Februar in Nettelstedt.

Pfarrer Jürgen Giszas
Kulturbeauftragter des Kirchenkreises Lübbecke
www.an-G-dacht.de

Dieser Beitrag wurde am 21. Januar 2012 in den Tageszeitungen abgedruckt, die im Bereich des Evangelischen Kirchenkreises Lübbecke erscheinen.


Vom offenen Himmel singen - Presseandacht vom 21.01.2012  >> >> pdf-Dokument. Presseandacht: Vom offenen Himmel singen (21.01.2012)


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